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Fundstück „Der Schmetterlingskokon“

Eines schönen Tages fand eine Frau einen Schmetterlingskokon, der an einem Kirschbaumzweig in ihrem Garten hing.

Jeden Tag schaute sie vorbei, gespannt, wann der Schmetterling wohl schlüpfen würde.

Wenige Tage später entdeckte sie ein winziges Loch im Kokon. Mehrere Stunden beobachtete sie, wie sich der Schmetterling durch das winzige Loch seinen Weg in die Welt hinaus kämpfte. Auf einmal kam er nicht mehr weiter. Es schien, als sei er steckengeblieben und hätte keine Kraft mehr, sich durch das winzige Loch in die Freiheit zu zwängen.

Die Frau hatte Mitleid und vergrößerte das Loch mithilfe einer kleinen Schere. Jetzt konnte der Schmetterling ganz leicht aus seinem Kokon schlüpfen.

Doch das kleine Wesen, das da aus dem Kokon kroch, sah nicht nach einem vollentwickelten Schmetterling aus. Mit seinem gestauchten, deformierten Körper konnte es sich kaum auf den Beinen halten.

Auch seine Flügel entfalteten sich nicht, blieben klein und verschrumpelt, sodass er nicht fliegen konnte und zeitlebens auf dem Boden herumkrabbeln musste.

Traurig musste die Frau sich eingestehen, dass sie dem Schmetterling wohl keinen guten Dienst erwiesen hatte, und schämte sich für ihre fehlende Weitsicht. Denn erst beim mühseligen Hinauszwängen durch das winzige Loch im Kokon werden die Flügel aus dem Schmetterlingskörper herausgepresst und mit Flüssigkeit gefüllt, sodass er später fliegen kann.


Wünschst Du Dir auch ab und zu, Dein Leben wäre leichter?

Oder jemand anders würde Deine Kämpfe für Dich ausfechten, Deine Lasten für Dich tragen und Dich vor Schmerz und Kummer, Mühsal und Enttäuschung bewahren?

Vielleicht würde uns dann aber die Chance verwehrt bleiben, herauszufinden, wie stark wir wirklich sind!?

Oder wünschst Du dir manchmal Du hättest zu einem früheren Zeitpunkt zu DIR gefunden, Menschen kennengelernt oder Dich von ihnen getrennt, weil sie Dir nicht gut taten?


🦋 Alles braucht seine Zeit und es ist NIE zu spät! Uns weiterzuentwickeln. Zu wachsen. Und letztendlich zu fliegen. 🦋

Selbstentfaltung

Quelle: Gesehen, gelesen, für gut befunden. Verfasserin unbekannt.

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